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Haltung & Terrarium

Haltungsparameter und Terrarium


 



1. Haltungsparameter





 1.1 Temperatur:

Tagestemperaturen sollten sich im Raum 26-30°C bewegen und nicht zu sehr schwanken. Punktuell sollte eine höhere Temperatur(max. 35°C) den Tieren die Möglichkeit geben sich aufzuheizen, denn Reptilien sind Wechselwarm (Körpertemp.=Umgebungstemp.). Ein nächtlicher Anfall auf 25-26°C wird von den Tieren meist gut vertragen ( bei kranken Tieren, sollte darauf ggf. verzichtet werden, Nach absprache mit reptilienkundigem TA versteht sich)

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  1.2 Luftfeuchte:

Ist bei Paroedura Picta eher nebensächlich, da durch das vielschichtige Verbreitungsgebiet die Toleranzgrezne der Tiere recht ausgewogen ist, es gilt einfach nicht zu feucht und nicht zu trocken. Normale Raum-Luftfeuchtigkeit(40-60%) reicht volkommen. Wenn man den Tieren etwas gutes tun möchte, kann man ihnen zur Häutung eine Wetbox (Feuchthöhle, z.B Plastikbox mit Eingang, gefüllt mit feuchtem Moos) anbieten.
Außerdem sollte eine geschütze Ecke im Terrarium immer leicht feuchter gehalten werden um den Tieren verschiedene Klimazonen an zu bieten, die je nach Bedarf aufgesucht werden können.

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1.3 Ernährung:

Jegliche Insekten in entsprechender Größe. z.B. Heimchen, Grillen, Mehlwürmer oder Wachsmaden.
Es ist wichtig das man das Futter regelmäßig mit ensprechenden Vitamin- und Minalstoffpräparaten bestäubt, hier hat sich Korvimin durchgesetzt, es ist meiner Meinung nach das beste Produkt auf dem Markt und nur beim Tierartzt erhältlich.
Auch eine zusatzliche Schale mit geriebener Sepiaschale sollte den Tieren ins Terrarium gestellt werden, da besonders die Weibchen wegen der hohen Eiproduktion einen hohen Bedarf an Mineralien und Kalzium haben, denn der für ihre hartschaligen Eier gebrauchte Kalk, wird mit Calcium aus dem Kreislauf gezogen.
Eine Schale mit Wasser sollte den Tieren auch geboten werden
, ein fester Trinkplatz kann z.B Wichtig sein, wenn man den Tieren stressfrei Medikamente zuführen muss/will.

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1.4 Nachzuchten:

Leider muss ich hier auf das vorher schon genannte Art für Art Buch verweisen.
Obwohl ich nun schon seit 1 1/2 Jahre pflege, habe ich mit Nachzucht keine Erfahrungen.
Für mich steht  der Aspekt, eine gesunde Gruppe aufzubauen im Vordergrund und nicht Geld aus Nachzuchten zu ziehen, deshalb möchte ich damit erst anfangen, wenn ich zu 100% sicher bin, dass ich das meinen Weibchen zumuten kann.



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2.Das Terrarium


(Terrarienmodell)





2.1 Abmessung:

Das ist für mich persönlich ein sehr heikles Thema, bei dem ich nicht wirklich mit mir reden lasse.
Laut Gesetz ist ein Terrarium mit den Maßen 50*30*30 für eine Gruppe von 1,2
(1,0 = ein männliches Tier; 0,1/0,2= ein/zwei weibliche Tiere) ausreichend.
Ich finde es kriminel drei Tiere, von denen zu rechnen ist, das sie ausgewachsen bis zu 15cm (KrL ca. 8cm) groß werden und die eigentlich Bodenbewohner sein sollen auf einer Fläche von 1500 cm² dauerhaft zusammen zu pferchen.
Meiner Meinung nach, fängt die artgerechte Haltung ganz langsam bei 60*30*30 für ein einzelnes Tier an. Wenn ich z.B das Männchen von den Weibern trennen muss, um sie zu entlasten, funktioniert das ein paar Monate, wenn er dann aber wieder zurück darf, sieht man ihm quasi an, wie er sich wieder besser fühlt.

Ich halte eine Gruppe von 1,2 auf 80*50*50 und muss sagen, das sie sich prächtig entwickeln. Im vergleich zu einem kleinen Becken, kann man sie wesentlich besser beobachten, weil sie viel aktiver sind.
Als vergleich, du wärst auch nicht glücklich dein ganzes Leben auf 4 m² zu fristen...

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2.2 Einrichtung:

Was nicht fehelen darf und was die Optik eines Terrariums prägt ist eine Kletterwand(B), sie macht das Terrarium geschützter und sie erhöht den Aktionsradius der Tiere, sodass auch die Höhe des Terrariums sinnvoll genutzt werden kann. Man kann bereits fertige Wände kaufen, diese sind aber meist teuer und passen nicht Richtig, besser man baut sie selber. Eine Methode dazu zeige ich später unter der Rubrik Bauanleitungen.
Auch Kletteräste(A) dienen dem selben Zweck, denn ein erhöhter Standpunkt vermittelt dem Tier immer Herr der Lage zu sein und ein sicheres Gefühl.
Dazu eigenen sich besonders Weinreben, Mangrovenholz oder alles Was der Wald hergibt. Normalerweise schaden Naturprodukte dem Terrarium nämlich nicht, zur Vorsicht sollte man selber Gesammeltes aber mit heißem Wasser abgießen oder im Backofen ausheizen.

Schön, langsam bekommt unser Terrarium ein Gesicht.

Auch Steine passen immer Sehr gut, mann sollte nur darauf achten, das sie auf dem Boden des Terrariums stehen und nicht untergraben werden können und im schlimmsten Falle dann einen Gecko zerquetschen. Steinaufbauten lassen sich z.B super mit Aquariensilicon verkleben, damit nicht das gleiche passiert.

Wenn die Wand drinn ist und die Steine sicher stehen, kommt der Bodengrund(D) dran.
Hier wird es etwas kompliziert, aber nicht wegen den Tieren, nein der Mensch hat es kompliziert gemacht.
Man streitet oft, gern und lang darüber was nun für die Art am besten geeignet ist, Sand, Sand-Lehm, Cocos, Pinienrinde, Walderde, Blumenerde, oder doch irgedwelche Kalziumsande.

Sand?
Nein, wird der gefressen, kann er zu Verstopfung führen, die sind wenns blöd läuft schnell mal tödlich.

Sand-Lehm?
Ja, damit habe ich gute Erfahrungen gesammelt. Durch die Verfestigung mit Lehm, wird der Sand fest und kann nicht mehr so ohne weiteres aufgenommen werden. Ich würde ein Mischungsverhältnis von 10:1 Sand:Lehm empfehlen, das genügt vollkommen und erzielt die gewünschte Wirkung.
Damit sich etwas verfestigt, muss das Gemisch allerdings feucht eingebracht werden, dazu vermengt man es mit Wasser ca 200ml/kg. 
Je nach Lehm, dauert das Austrockenen dann bis zu einem Tag pro cm Schichtdicke, also etwas planen, was den Bezug des Terrariums angeht.
Mit dem Gemisch kann man toll Lanschaften Modellieren, was den Tieren sicher besser gefällt als plane Fläche, den Kulen und Hügel, bieten wider Deckung, also bitte nicht einfach lieblos reinklatschen.

Cocos, Pinien und Co.?

Bedingt... Cocos, Pinienrinde, Walderde und Blumenerde, sind sehr wohl möglich.

Cocos und Pinienrinde, kosten extra, außerdem halten sie für meinen Geschmack zu viel Feuchtigkeit, daher eignen sie sich besser für Feuchthöhlen, als als Terrarienbelag.

Blumenerde ist auch gut, jedoch muss man unbedingt aufpassen, dass sie ungedüngt ist, da sich die Tiere sonst vergiften könnten!
Mit geeigneter Erde sind auch Erde-Sand-Gemische möglich, was aber nicht besonders dekorativ aussieht... außerdem, da die Erde ja für Topfpflanzen gedacht ist, hält sie die Feuchtigkeit wieder viel zu lange. Was mir noch einfallen würde, ist Kakteenerde ungedüngt, wenn man die Spendierhosen an hat...

Walderde, ist ganz gut, kostet nichts, hält die Feuchtigkeit nicht zu lange,
kann aber Schädlinge oder Parasiten enthalten. Da diese normalerweise Wirtsgebunden sind, sollten sie die Terrarieninsassen eigentlich nicht stören, da man aber nie wissen kann, würde ich sie im Backofen ausheizen.


Kalziumsand etc.?

NEIN! Mit Kalziumsand, erzieht man seine Tiere gewollt zu Sandfressern, weil sie lernen ihren Kalziumbedarf über den Bodengrund aufzunehmen und das kann nicht gut sein.
Angenommen der Kalziumsand verklumpt sich im Körper(was durchaus schon öfter vorgekommen sein soll) sind wir wieder beim Thema Verstopfung.
Außerdem, angenommen, du erziehst deine Nachzuchten zu Sandfressern und vermittelst sie Jmd. der unferfestigten Bodengrund benutzt, werden ihm die Tiere über lang oder kurz weg sterben(Verstopfung).
Ich hoffe ich kann euch damit davor bewahren auf eine dieser immer wieder einfallsreiche Geldmaschen die leider von manchen Terraristikproduzenten genutzt werden, hereinzufallen.

Weiter gehts, Verstecke(E) sind ebenso wichtig, sie geben den Tieren eine Möglichkeit sich zurück zu ziehen und vermeiden so Stress.
Sehr geeignet sind z.B Zierkorkstücke und Röhren, Steinaufbauten, Nischen in der Rückwand, Höhlen oder Pflanzen.

Da wären wir schon beim nächsten Thema, der Bepflanzung(F)
geeignet sind zunächst einmal alle Sukulenten und Co. die keine Stacheln Besitzen

Hier eine kleine Übersicht über Pflanzen die ich erfolgreich getestet habe:



Bogenhanf(Sanseverie)

Hat übrigens einen schönen Nebeneffekt als natürlicher Katalysator, also auch für Raucherterrarien(ab 8 m²...) bestens geeignet  










  Aloe parvula

Hat weiche, stachelähnliche Vortsätze am Blattrand, nicht abschrecken lassen.







Haworthia fascinata


Kennt bestimmt jeder aus dem Baumarkt, gibts auch im Supermarkt oft als "Sukkulentenmix"





Pfennigbaum (Crassula ovata)

Schöne hartlaubartige Pflanze, sehr robust.












Medinillia Sedifolia

Sehr schöne Rankpflanze, verträgt die Temperaturen im Terrarium sehr gut.













So, fast fertig, zwei, drei Sachen fehlen noch.

z.B die Wasserschale (C), was dass ist, brauche ich hoffentlich nicht erklären.
Zusätzlich kann man noch ein Schälchen mit zeribener Sepiaschale anbieten, weil manche Tiere ihren Bedarf an Kalzium gern selber regeln (Bestäuben der Futtertiere, trozdem nicht vergessen!)

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  2.3 Last, but not Least, Technik im Terrarium.

Was das angeht, fordert P.picta nicht viel, eine Leutstoffröhre mit passender Wattzahl reicht zum simulieren eines Tag-Nacht-Rhytmusses
und Halogenspotts aus dem Baumarkt reichen in entsprechender zahl schon um das Terrarium zu heitzen und genug Wärmeplätze für alle Tiere einzurichten. Am besten lässt sich ein genauer Rhytmus mit analogen Zeitschalturen aus dem Baumarkt regeln.
Von Heitzkabeln oder Matten würde ich abraten, da  in der Natur die Wärme auch von oben kommt, jedenfalls bis sich der Boden aufgeheitzt hat..
Außerdem, sollten Thermo- und Hygrometer nicht fehlen, damit man Überblick über Temperatur und Luftfeuchte hat.

So viel von Meiner Seite
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